#71 When I was in town

Durch die Tour 2018 bin ich wieder auf das Lied „When I was in town“ aufmerksam geworden. Wenn man sich die „We got love“- DVD anschaut, gewinnt man bei Johns Darbietung das Gefühl, dass dieser ganz allein in der großen Halle singt und das Lied dadurch in seiner Ganzheit perfekt wirken kann. John hat die Fähigkeit, wie ein Erzähler durch seinen Liedtext zu führen. Es gibt viele Lieder im Repertoire der Kellys, die die Geschichte der Band ein Stück weit erzählen, aber „When I was in town“ fasst für mich ihre Zeit als Straßenmusiker sehr gut zusammen. Man kann förmlich vor dem inneren Auge sehen, wie allerhand verschiedene Menschen sich auf großen Marktplätzen oder an Straßen tummelten, letztlich stehen blieben und der Musik gebannt zuhörten und sich auch ein bisschen in die fremdartige Welt entführen ließen. Angelos Version des Liedes, die auf seiner „10 years“ compilation zu hören ist, hat ebenfalls einen sehr schönen Charme.

 

I had long forgotten how much I liked the song „When I was in town“ but when I watched the live „We got love“ DVD it came back to me immediately. I have the feeling when John sings this song on the stage, the stadium becomes silent and listens carefully because John has the special gift to lead the audience through his song similiar to a narrotor telling a very good story. There are many Kelly songs that deal with the band-history, but „When I was in town“ creates a great picture of the time when they were on the road(s) as street musicians. When listening to the song you can almost literally see how people are stopping by on their way home, parents, old people, children – all of them listening to the distinctive Kelly sound, leaving their daily routines behind. I can also recommend Angelo’s version of the song, which can be found on his „10 years“ compilation.

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#70 Haarige Angelegenheit – Let’s talk about the hair

Es gibt wohl kaum eine Band, über deren Haarspracht so viel diskutiert wurde, wie über die der Kelly Family, denn mit ihren hüftlangen Haaren wirkten sie in der Musikwelt der 90er ein bisschen wie von einem anderen Stern. Einer der Kelly Geschwister sagte einmal, dass man Kelly-Haare auch mit Geschirrspülmittel waschen könne – das könnte den Haaren nichts anhaben. In den 90ern waren die langen Haare der Familie nebst ihren Outfits (siehe #55) das Markenzeichen, auch wenn heute längst viele der Familienmitglieder die Haare kürzer tragen. Die lange Haarpracht der männlichen Bandmitglieder führte wohl auch hauptsächlich dazu, dass die Kellys von vielen in den 90ern als Läusebande beschimpft wurden. Für viele Fans hingegen unterstreicht das lange Haar bis heute den Gedanken der Einzigartigkeit, dieses Hippiegefühl, sich von allem frei zu machen, egal was die Mode oder Konvention vorgeben. Ein Hoch darauf!

 

The Kelly Family looked like aliens in the (mostly) artificial music world of the 90ies. One of the reasons for that could have been their special long hair. I guess there is no other band, whose hair has been discussed so much in the world of media. One of the Kelly siblings once said that there is hardly any way to destroy Kelly hair – you could even wash it with dish liquid. Even though most family members cut their hair over the course of time, the long hair and their special outfits (see #55) have been their trademark in the 90ies. Unfortunatley, most people were not used to seeing boys wearing hair that falls to the hip that’s why they probably started calling the Kelly Family a bunch of lice. Nevertheless, most fans ignored those people and were smart enough to connect the long hair to the hippie movement, the idea of being unique, of being free, no matter what conventions and fashion said. We love(d) the hair!

#69 Was bleibt, ist die Erinnerung – A very nice give away

Ich gebe es zu, seit die Tour der Kelly Family gestartet ist, schaue ich jeden Tag auf die Facebook- Seite der Band, um eines der schönen Fotos zu sehen, dass sie abends vom Konzert aus der jeweilen Halle online gestellt haben. Man kann sagen, dass sie die Fans immer wieder mit coolen, lustigen oder magischen Motiven überraschen und man so einen Eindruck von der Stimmung der Konzerte bekommt, auf denen man selbst vielleicht gar nicht war. Ich selbst habe früher und heute nie Fotos auf Kelly Konzerten gemacht (bin immer zu beschäftigt damit zu tanzen und lauthals mitzusingen), deswegen sind die Fotos auf der Facebook Seite für mich auch immer wie ein besonders schönes Give-Away. Danke für diese bleibenden Erinnerungen.

I herewith admit to have had a look at the Kelly Family facebook page every day since the tour has started. I love seeing the nice photos they put online from the different concerts. They love surprising the fans with cool, funny or magical poses and one can get a great idea of the atmosphere in the halls. I have never been the one to take photos during a Kelly concert, I guess I’m to busy dancing or singing along all the time. That is why those photos are something for me to take home with after a great show – a memory that sticks.

#68 DVD sei Dank – Must watch(s)!

Ich besitze in der Tat noch viele alte VHS Kassetten der Kelly Family – leider fehlt das nötige Abspielgerät. Gott sei Dank haben sich die Kellys dazu entschieden, das alte Material nun teilweise auch auf DVD zu veröffentlichen, sodass man auch heute wieder in tollen Erinnerungen schwelgen kann. Die „Tough Road“ Reihe ist der Klassiker, aber ich liebe beispielsweise auch die „Making of“ Reihe der Videodrehs, denn sie illustriert so schön, wie sich doch die Zeiten geändert haben. „We got love live (2017)“ steht natürlich ganz brav neben dem Mitschnitt des Loreley Konzertes von 1995 in meinem Regal.

 

I indeed still own many of the origial VCR-cassettes of the Kelly Family but I’m lacking a proper playback device for them. Luckily for me, the musicians decided to release the old material on DVD so that each of us is able to enjoy old memories again. I love all of the „Tough road“ productions, but I am also a fan of the „Making of“ line that shows how much times have changed when it comes to music clip productions. Of course, you can find the „We got love (2017)“ DVD right beside the „Live at the Loreley (1995)“ cassette in my shelf.

#67 Der Klang meines Lebens – The sound of my life

Ich stecke noch mitten in der Lektüre von Patricias Autobiografie und kann es nur jetzt schon jedem empfehlen und mutmaßen, dass die 333 Seiten nicht nur bei mir, sondern bei vielen Lesern das Verlangen nach mehr Geschichten wecken. Es gibt so viele unglaubliche Erlebnisse aus Patricias Kindheit, die den Leser im Ansatz verstehen lassen, wie diese vielschichtige, kluge Frau geprägt wurde. Ich habe größten Respekt davor, wie sie all die Jahre mit so starken Schmerzen lebte und arbeitete. Man leidet und fiebert mit ihr, wenn sie den Ausbruch aus der Familie wagt und ihren Frieden in Irland findet. Man fühlt all diese Schmetterlinge, von denen sie schreibt, als sie ihren russischen Prinzen trifft. Man ist am Ende dankbar dafür, dass sie so eine außergewöhnliche Musikerin ist und wir dem Klang ihres Lebens etwas zuhören durften.

 

I’m right in the middle of Patricia’s auto-biography „The sound of my life“ and I can only recommend it to everyone out there. For sure, one can say that 333 pages of all these great stories raise the demand for more. After having read about her very special childhood, one can partly get an idea of how the very smart Patricia was affected by these experiences. I have greatest respect for the fact that she lived with the strong back pain for so long and still managed to give concerts and keep her smile. One can feel the excitement when Patricia decided to live on her own for a while and cut the ties to her father. One can feel the butterflies when Patricia finally met her Russian prince. One feels grateful that Patricia is such an exceptional artist and musician and lets us listen to her sound of life.

#66 The Streetkid

Natürlich habe ich Jimmys Buch „The Streetkid“ noch am Erscheinungstag erworben und es hat meine Erwartungen nicht enttäuscht. Anfangs habe ich es sehr schnell gelesen. Aber dann wollte ich jede einzelne Seite einfach nur genießen und die netten Geschichten für einen späteren Moment aufsparen, um sie noch mehr zu genießen und das wunderschöne Grundgefühl, welches das Buch vermittelt, wieder aufleben zu lassen. Das Buch ist genau so, wie Jimmy selbst es in vielen Interviews gesagt hat: Es ist nur in sehr geringen Teilen ein Buch über die Kelly Family, aber zeigt Großes vom Menschen Jimmy Kelly und seinem Weg als Straßenmusiker.

I bought Jimmy’s book „The Streetkid“ the day it was sold in stores and it fulfilled my expectations at its best! In the beginning, I could’t (and I didn’t) stop reading but then I wanted to safe all the great stories to get back to the book and to have a reason to get lost in the book again. „The Streetkid“ is all that Jimmy said it was: it party reflects on the Kelly Family story but above all, it shows the great journey of the musician and person Jimmy Kelly.

#65 Seelenstreichler – Safe Harbor

Weil es manchmal nach einem langen, anstrengenden oder traurigen Tag einfach nur schön ist, nach Hause zu kommen und wunderschöne Kelly Musik zu hören, die einen diesen Tag vergessen lässt – oder ihn zumindest erträglich macht. Tasse Tee oder Kaffee oder ein nettes Glas Wein dazu. Perfekt.

Some days are long and frantically busy. Some days make us feel sad. But after all, we know that at a certain point those days are going to end and then we will arrive home and listen to our favorite Kelly music. Add a nice cup of tea or coffee – even a glass of wine if you want to – it’s now the perfect day again.